FAQ - Bereich = Häufig gestellte Fragen

In meinem FAQ-Bereich finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen, um Ihnen schnell und unkompliziert Informationen zur Thematik zu liefern. Ich habe diese Frage-/Antworten-Sammlung für Sie zusammengestellt, um Ihnen Zeit zu sparen und um Ihr Nutzererlebnis auf meiner Website zu verbessern. Ich werde diesen Bereich bei Bedarf gerne erweitern.

Wer bin ich und was ist passiert?
Ich war bis zur ärztlichen Behandlung eine beruflich sehr erfolgreiche junge Frau, die mitten im Leben stand. Am 5. März 2015, im Alter von 25 Jahren wurde mir eine Rückenmarksverletzung zugefügt.
Weitere Informationen können Sie der Petition entnehmen.

Was ist eine Rückenmarksverletzung und welche Folgen hat sie?
Eine Rückenmarksverletzung (RMV) entsteht durch Schädigung des Rückenmarks, das Teil des zentralen Nervensystems ist und im Wirbelkanal verläuft. Das Rückenmark ist für die Übertragung von Signalen zwischen dem Gehirn und dem Rest des Körpers verantwortlich. Eine Verletzung kann daher weitreichende Konsequenzen haben, die abhängig von der Höhe und Schwere der Läsion variieren.

Die Folgen einer Rückenmarksverletzung können sein:

  • Motorische Defizite: Bei einer Schädigung des Rückenmarks können Lähmungen (Paralyse) auftreten. Ist die Verletzung oberhalb des ersten Thorakalwirbels, kann dies zu einer Tetraplegie führen (auch als Querschnittslähmung bekannt), bei der alle vier Gliedmaßen betroffen sind. Wenn die Verletzung im Brustbereich oder darunterliegt, kann es zu einer Paraplegie kommen, bei der die Beine betroffen sind.
  • Sensible Defizite: Neben den motorischen Störungen kann es auch zu einem Verlust der Sensibilität unterhalb der Verletzungsstelle kommen. Dies kann sich auf Schmerzempfinden, Temperatursensibilität oder Tastempfinden auswirken.
  • Blasen- und Darmfunktionsstörungen: Da das Rückenmark auch die Kontrolle über die Blasen- und Darmentleerung steuert, können nach einer Verletzung Probleme bei der Steuerung dieser Funktionen entstehen, was zu Inkontinenz oder Notwendigkeit eines Katheters führen kann.
  • Autonome Dysfunktion: Dies bezieht sich auf Probleme mit automatischen Körperfunktionen, wie Herzschlagregulierung, Blutdruck, Schwitzen und Körpertemperaturkontrolle.
  • Sekundäre Gesundheitsprobleme: Menschen mit RMV können anfällig für Sekundärerkrankungen wie Druckgeschwüre, Harnwegsinfektionen, Thrombosen und Lungenentzündungen sein.
  • Chronische Schmerzen: Schmerzen in oder um die verletzte Region kommen häufig vor und können neuropathischer oder musculoskeletaler Natur sein.

Die Behandlung umfasst in der Regel eine sofortige medizinische und eine langfristige Rehabilitation, die darauf abzielt, die Lebensqualität zu verbessern und eine größtmögliche Selbstständigkeit der betroffenen Person zu erreichen. Die Rehabilitation umfasst oft Physiotherapie, Ergotherapie und Unterstützung zur Anpassung des Lebensraums sowie psychologische Unterstützung.

Was versteht man unter der Behindertenhilfsform Persönliches Budget?
Das Persönliche Budget trägt wesentlich zur Wahrung der Privatsphäre bei und ermöglicht es Menschen mit Behinderungen, das Leben nach ihren Bedürfnissen und ihrem Lebensstil auszurichten.
Das Persönliche Budget ist dazu bestimmt, Menschen mit Behinderungen die Freiheit zu ermöglichen, außerhalb von Heimeinrichtungen zu leben. Es erlaubt ihnen, Assistenzpersonen selbstständig auszuwählen, sie zu beschäftigen und zu entlohnen, um ein von Selbstbestimmung geprägtes Leben zu führen, wie in Anlage 1 zur LEVO-StBHG dargelegt.
Das Persönliche Budget stellt eine finanzielle Zuwendung dar, die speziell Menschen mit Sinnesbeeinträchtigungen und/oder erheblichen Bewegungsbehinderungen zugeteilt wird. Dies dient der Förderung größtmöglicher Autonomie und der Gestaltung eines persönlich zugeschnittenen Alltags. Bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen haben Betroffene einen rechtlichen Anspruch auf das Persönliche Budget.

Erfülle ich sämtliche Voraussetzungen zur Zuerkennung des Persönlichen Budgets?
Unzweifelhaft falle ich unter die Definition einer Frau mit Behinderung gemäß § 1a StBHG, da ich erheblich in meiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt bin. Auch verfüge ich über einen dauerhaften Behindertenpass, sowie unzählige ärztliche Unterlagen, die meine dauerhafte Behinderung bestätigen. Ich nehme keine mobilen Dienste gemäß dem Behindertengesetz in Anspruch und habe meinen Hauptwohnsitz in einer Mietwohnung. Folglich erfülle ich all die in der LEVO-StBHG aufgeführten Anforderungen, die für den Erhalt des Persönlichen Budgets entscheidend sind, und es liegt kein Ausschließungsgrund vor, der gegen meinen Leistungsanspruch sprechen würde.

Wer ist für die Bewilligung des Persönlichen Budgets für mich zuständig?
Die für mich zuständige Behörde ist die BH Graz-Umgebung. Leider ist es der Behörde bis dato nicht möglich einen Unterschied zwischen meinem Gesundheitszustand im Jahr 2021 und heute zu sehen, weswegen mir die BH Graz-Umgebung seit Juni 2021 keinen einzigen Cent Persönliches Budget freigibt.

Wie können Sie die Petition wirkungsvoll unterstützen und verbreiten?
Um zur Unterstützung meiner Petition beizutragen, können Sie diese unterschreiben und in Ihrem persönlichen Umfeld und über soziale Netzwerke teilen. Darüber hinaus könnten Sie lokale Gruppen, Organisationen oder Medien ansprechen, um ein breiteres Publikum zu erreichen und mehr Aufmerksamkeit für mein Anliegen zu erzielen.
Durch diese Maßnahmen kann es uns gemeinsam gelingen, die Sichtbarkeit und Wirkung der Petition maßgeblich zu erhöhen und potenziell Unterschriften zu generieren.

Was verstehe ich unter dringend benötigter Pflegeversorgung konkret?
Unter der dringend benötigten Pflegeversorgung verstehe ich die medizinische Versorgung sowie die Grundpflegeversorgung, die Körperhygiene, Ernährung und die Unterstützung bei Verrichtungen im Alltag.

Wie kann man sicherstellen, dass derartige Vorfälle in Zukunft nicht passieren?
Um vergleichbare Fälle in der Zukunft zu vermeiden, ist ein besseres Bewusstsein für die Rechte und Bedürfnisse Schwerbehinderter notwendig sowie eine stärkere Durchsetzung dieser Rechte. Des Weiteren bedarf es klarer Richtlinien, ausreichendes Fachpersonal und einer besseren Kommunikationskultur zwischen Betroffenen und Behörden. Zudem sollten unabhängige Überwachungs- und Beschwerdemechanismen etabliert werden. Als wesentlichen Punkt sehe ich auch die Anwaltschaft für Menschen mit Behinderung. Diese müsste die Kompetenz zugesprochen bekommen, bei Verstößen gegen das Behindertenrecht einschreiten zu können. Aktuell darf die Anwaltschaft für Menschen mit Behinderung nur beraten und Empfehlungen aussprechen!

Wie kann man sich politisch oder gesellschaftlich für die Rechte von Schwerbehinderten engagieren?
Politisch und gesellschaftlich engagieren kann man sich beispielsweise indem man die Interessen von Menschen mit Behinderung in politischen Prozessen vertritt, an Kampagnen und Petitionen teilnimmt, aufklärende Arbeit leistet und sich für die Umsetzung einer inklusiven Gesellschaft stark macht. Der wichtigste Punkt jedoch ist, nicht wegzuschauen, wenn Menschen mit Behinderung einer behördlichen Tortur ausgesetzt werden, wie es in meinem Fall in einem Artikel der Kleinen Zeitung bezeichnet wurde.